Dialog der Generationen

In Hessen wurden zehn neue Di@-Lotsen-Stützpunkte anerkannt. Künftig begleiten Di@-Lotsinnen und Di@-Lotsen unter anderem im Rheingau-Taunus-Kreis, im Main-Taunus-Kreis, im Werra-Meißner-Kreis, im Schwalm-Eder-Kreis, im Main-Kinzig-Kreis, im Vogelsbergkreis sowie in den Landkreisen Kassel und Offenbach ältere Menschen auf ihrem Weg in die digitale Welt.
Sie vermitteln niedrigschwellig Basis- und Technikkompetenzen im Umgang mit digitalen Endgeräten und informieren über Möglichkeiten digitaler Teilhabe. Mit dem neu hinzugekommenen Stützpunkt im Werra-Meißner-Kreis ist das Projekt „Digital im Alter – Di@-Lotsen“ nun in allen hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten vertreten. Insgesamt engagieren sich inzwischen mehr als 680 Di@-Lotsinnen und Di@-Lotsen an 80 Stützpunkten hessenweit. Koordiniert wird ihre Arbeit in sogenannten Di@-Lotsen-Stützpunkten. Dazu zählen beispielsweise Kommunen, Vereine, Kirchen oder Mehrgenerationenhäuser.
„Ob Kontakt zur Familie, Informationen im Internet, digitale Arzttermine oder Verwaltungsangebote: Digitale Technologien können älteren Menschen den Alltag erleichtern und ihnen helfen, selbstständig und gut vernetzt zu bleiben. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir das Di@-Lotsen-Netzwerk in diesem Jahr um zehn weitere Stützpunkte ausbauen. So erreichen wir noch mehr Seniorinnen und Senioren direkt vor Ort und stärken ihre digitale Teilhabe“, sagte Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.
Hessens Familien- und Seniorenministerin Diana Stolz betonte die gesellschaftliche Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements: „Die Di@-Lotsinnen und Di@-Lotsen in Hessen bauen Brücken in die digitale Welt und helfen gerade älteren und oft weniger mobilen Menschen, die Hemmschwellen zur Nutzung von Handys oder Tablets abzubauen. Mit ihrem Einsatz ermöglichen sie mehr gesellschaftliche Teilhabe und stärken soziale Kontakte. Das Internet ist vielfach Brückenbauer aus der Einsamkeit, wenn beispielsweise Fotos mit der Familie ausgetauscht werden können. Das Angebot ist niedrigschwellig und wohnortnah.“
Zehn neue Anlaufstellen in Hessen
Die neuen Di@-Lotsen-Stützpunkte sind:
- Gemeinde Aarbergen
- Gemeinde Niedernhausen
- Magistrat der Stadt Bad Soden am Taunus
- Arche e.V. – Familienzentrum Hessisch Lichtenau
- Magistrat der Stadt Homberg (Efze)
- Fachbereich „Leben im Alter“ und Ehrenamtsagentur des Main-Kinzig-Kreises
- Mittelpunkt Generation Mensch e.V.
- Mehrgenerationenhaus Schiller-Haus in Rödermark
- Magistrat der Stadt Wolfhagen
- Magistrat der Stadt Herbstein und VdK Ortsverband Herbstein
DI@-Lotsen helfen direkt im Alltag
Das Projekt „Digital im Alter – Di@-Lotsen“ wird operativ seit diesem Jahr von der Landesstiftung Miteinander in Hessen als zentrale Koordinierungsstelle umgesetzt und unterstützt ältere Menschen dort, wo im Alltag konkrete Fragen entstehen: Wie richte ich mein Smartphone ein? Wie kann ich mit meiner Familie per Video telefonieren? Wie nutze ich Apps sicher? Und wie finde ich mich bei digitalen Angeboten von Behörden, Banken oder Arztpraxen besser zurecht? Die Di@-Lotsinnen und Di@-Lotsen nehmen sich Zeit für diese Fragen. Sie erklären digitale Anwendungen verständlich, geduldig und wohnortnah. So helfen sie Seniorinnen und Senioren, Unsicherheiten abzubauen, digitale Geräte selbstständiger zu nutzen und stärker am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Im Juni fanden im Rahmen des Projekts „Digital im Alter – Di@-Lotsen“ die ersten zwei Online-Aufbauschulungen unter dem Titel „Tatort Internet“ statt. Das Projekt wird von der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ als Koordinierungsstelle begleitet. Die beiden jeweils 90-minütigen Veranstaltungen wurden in Kooperation mit der Landeskoordination Cybercrime-Prävention des Hessischen Landeskriminalamts durchgeführt und waren mit jeweils 30 Teilnehmenden vollständig ausgebucht.
Als Referent informierte Dirk Hintermeier von der Landeskoordination Cybercrime-Prävention des Hessischen Landeskriminalamts über aktuelle Entwicklungen der Cyberkriminalität und gab praxisnahe Tipps für einen sicheren Umgang mit digitalen Medien. Neben aktuellen Zahlen aus der Kriminalitätsstatistik erläuterte er die Vorgehensweisen von Betrügern und zeigte auf, warum der Mensch häufig die größte Schwachstelle bei Cyberangriffen ist.
Die erste Online-Schulung stand unter dem Schwerpunkt „Sicher im Internet – Online einkaufen“. Dabei erhielten die Teilnehmenden hilfreiche Informationen zu typischen Betrugsmaschen beim Online-Shopping, Merkmalen seriöser Online-Shops sowie konkrete Empfehlungen für sicheres Einkaufen im Internet.
In der zweiten Online-Schulung standen die Themen Phishing, Smishing und Quishing im Mittelpunkt. Anhand aktueller Beispiele wurde erklärt, wie Kriminelle über gefälschte E-Mails, SMS oder QR-Codes versuchen, an persönliche Daten zu gelangen und wie sich Verbraucherinnen und Verbraucher wirksam davor schützen können.
Die hohe Nachfrage und die ausgebuchten Veranstaltungen unterstreichen den großen Informationsbedarf zum Thema digitale Sicherheit. Die Teilnehmenden konnten ihr Wissen erweitern und praktische Hinweise mitnehmen, um sich im digitalen Alltag sicherer zu bewegen.
Das Projekt „Digital im Alter – Di@-Lotsen“ unterstützt ältere Menschen dabei, digitale Kompetenzen aufzubauen und digitale Angebote sicher zu nutzen. Als hessenweite Koordinierungsstelle begleitet die Landesstiftung Miteinander in Hessen das Projekt mit Fortbildungs- und Vernetzungsangeboten für die di@-Lotsinnen und di@-Lotsen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Landeskoordination Cybercrime-Prävention des Hessischen Landeskriminalamts trägt dazu bei, die digitale Teilhabe älterer Menschen nachhaltig zu stärken und sie für die Risiken im Internet zu sensibilisieren.

Mit einem starken gesellschaftlichen Signal endet heute in Rüsselsheim die #WärmeSpenden-Kampagne 2025/26 der Diakonie Hessen und der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“. Dank der breiten Unterstützung aus Bevölkerung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft konnte erneut eine bedeutende Spendensumme in Höhe von 174.000 Euro für obdachlose und wohnungslose Menschen in Hessen gesammelt und dringend benötigte Soforthilfen ermöglicht werden.
Beeindruckende Zahlen: Gemeinsam Großes erreicht
Die Kampagne verzeichnete in dieser Saison einen besonders hohen Zuspruch. Unter anderem wurden:
• 1.056 Schlafsäcke für obdachlose Menschen bereitgestellt,
• 174.000 Euro an Privat- und Unternehmensspenden sowie Zuwendungen von Stiftungen gesammelt,
• Zahlreiche und namhafte Botschafterinnen und Botschafter gewonnen, die die Aktion mit großer Sichtbarkeit begleitet haben.
Statements der #WärmeSpenden-Initiatoren
Lisa Deißler, Geschäftsführende Vorständin der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“:
„Die enorme Resonanz zeigt, wie groß die Bereitschaft ist, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Jede Spende, jede Geste der Unterstützung macht einen echten Unterschied im Leben von Menschen, die unsere Hilfe dringend benötigen.“
Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen:
„Wärmespenden ist weit mehr als eine saisonale Aktion – es ist ein Zeichen gelebter Solidarität. Die Kampagne hilft unmittelbar, schafft aber zugleich Bewusstsein für die Herausforderungen, mit denen obdachlose Menschen und unsere Gesellschaft tagtäglich konfrontiert sind. Unser großer Dank gilt den Förderern und Spendern, die uns auch in diesem Jahr verlässlich unterstützt haben – nur gemeinsam können wir Menschen in akuten Notlagen erreichen. Ein herzliches Dankeschön geht ebenfalls an unsere Projektpartner und Botschafter*innen: Ihr Engagement schenkt diesem wichtigen Thema eine starke Stimme.“
Offizielle Partner als starke Stützen der Aktion
Die erfolgreiche Durchführung der Kampagne wurde durch langjährige und neue Partner ermöglicht, darunter die Mainova AG, mit deren Unterstützung fast 300 Großflächenplakate an über 60 Standorten in ganz Hessen für große Aufmerksamkeit gesorgt haben, HIT Radio FFH als Medienpartner mit einer Vielzahl an Spendenaufrufen im eigenen Radioprogramm in den Wochen vor Weihnachten, Lotto Hessen, die durch ihre finanzielle Unterstützung die Durchführung der Kampagne erst mit ermöglicht haben sowie die TARGOBANK als Großspender, deren Engagement die Finanzierung eines Hilfsangebots in der Wohnungsnotfallhilfe möglich macht. Ihr Engagement trug maßgeblich dazu bei, möglichst viele bedürftige Menschen schnell und wirksam zu erreichen.
Botschafterinnen und Botschafter als Herz der Kampagne
Eine besondere Rolle spielten erneut die zahlreichen Botschafterinnen und Botschafter, die durch ihre Stimme, ihre Reichweite und ihr persönliches Engagement die #WärmeSpenden-Initiative in der Öffentlichkeit sichtbar gemacht haben. Ihr Einsatz sorgte dafür, dass das Thema Obdachlosigkeit weiterhin präsent bleibt – auch über die Wintermonate hinaus: Nia Künzer, Fußballweltmeisterin und DFB-Sportdirektorin, Rudi Völler, Fußballweltmeister und DFB-Sportdirektor, Nele Neuhaus, Bestsellerautorin, Mathias Beck, Präsident Eintracht Frankfurt, Julia Nestle, HIT RADIO FFH-Moderatorin, Nicolai Friedrich, Mentalist und Magier, PENG, Graffiti-Künstler aus Frankfurt am Main.
Aus Akuthilfe wird nachhaltige Hilfe
Ein zentrales Anliegen der diesjährigen Kampagne war es, neben der schnellen Soforthilfe auch einen langfristigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen obdachloser Menschen zu leisten. Gemeinsam mit der TARGOBANK wird daher der Aufbau eines Angebots für obdachlose Frauen in Marburg unterstützt. Dieses Projekt schafft erstmals einen sicheren Raum speziell für Frauen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind und bietet neben Schutz auch Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben.
Vom 11. Mai bis 22. Juni können sich Organisationen als „Di@-Lotsen-Stützpunkte“ bewerben / Schulungen und finanzielle Unterstützung für Ausstattung vom Land

Die Hessische Landesregierung führt das Projekt „Digital im Alter – Di@-Lotsen“ in Kooperation mit der Landesstiftung Miteinander in Hessen fort und sucht neue Di@-Lotsen-Stützpunkte, um das Angebot auf zusätzliche Orte zu erweitern. Organisationen wie zum Beispiel Kommunen, Vereine, Kirchen oder Mehrgenerationenhäuser können sich vom 11. Mai bis 22. Juni 2026 für das Programm bewerben. Durch die Einbindung in das Projekt gewinnen die Stützpunkte an Sichtbarkeit, profitieren von kostenlosen Schulungen und Workshops und werden Teil eines hessenweiten Netzwerks. Neben den Schulungen von interessierten Ehrenamtlichen zu Di@-Lotsinnen und -Lotsen fördert die Landesregierung die Technik vor Ort in Form von Tablets, Smartphones oder beispielsweise Smartwatches. „Digitaler Wandel ist notwendig, verpflichtet uns aber gleichzeitig, dafür Sorge zu tragen, allen Bürgerinnen und Bürgern digitale Teilhabe zu ermöglichen. Das gilt in besonderer Weise für ältere Menschen in unserer Gesellschaft, für die Digitalisierung auch eine Chance darstellen kann, um länger selbstbestimmt und selbstständig in den eigenen vier Wänden zu leben. Unser Projekt ‚Digital im Alter – Di@-Lotsen‘ leistet einen wichtigen Beitrag, um diese Chance zu nutzen. Die Struktur der Stützpunkte wollen wir noch einmal ausweiten und freuen uns deshalb auf weitere Bewerbungen“, sagte Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus zum Start der achten Bewerbungsphase. Inzwischen engagieren sich hessenweit mehr als 600 Di@-Lotsinnen und -Lotsen in aktuell 70 Stützpunkten. Die Hessische Familien- und Gesundheitsministerin Diana Stolz betonte die „wirklich positive Wirkung“ der Arbeit der ehrenamtlichen Lotsinnen und Lotsen. „Indem die Lotsinnen und Lotsen den älteren Menschen die Scheu vor der digitalen Welt nehmen, helfen sie ihnen oftmals auch aus einer gefühlten Einsamkeit heraus. Plötzlich merken die Älteren unserer Gesellschaft, wie einfach es ist, mit der Familie Fotos auszutauschen oder Nähe in einem Videotelefonat zu erfahren. Indem sie lernen, Bestellungen sicher vorzunehmen, kommt vielfach auch eine Erleichterung des Lebensalltags hinzu.“
Nach einer erfolgreichen Bewerbung werden in den Stützpunkten ehrenamtliche Lotsinnen und Lotsen gesucht. Meist sind das ältere Menschen, die Gleichaltrige fit für die digitale Welt machen. Sie entwickeln unter Anleitung ein Schulungsangebot und machen dies vor Ort bekannt. In den Stützpunkten wird auch die Nachfrage vor Ort koordiniert, außerdem stellen sie die Hardware bereit.
HINTERGRUND
Unter der Federführung des Hessisches Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG) sowie des Hessischen Ministeriums für Digitalisierung und Innovation (HMD) wird das Di@-Lotsen-Projekt in einer neuen Projektstruktur seit 2026 von der Landesstiftung Miteinander in Hessen als zentrale Koordinierungsstelle umgesetzt. Neben einer bedarfsorientierten Technikförderung für die Stützpunkte, werden die interessierten Ehrenamtlichen professionell zu Di@-Lotsinnen und -Lotsen geschult.

Am 18. April 2026 fand in der Evangelischen Akademie Frankfurt die fünfte Moderationsschulung des Projekts „Lass mal reden!“ statt. Seit dem Projektstart im Jahr 2022 werden hier Jugendliche und junge Erwachsene zu ehrenamtlichen Moderatorinnen und Moderatoren ausgebildet, um Dialogrunden im Rahmen des Projekts professionell zu begleiten.
Die ganztägige Schulung bot den Teilnehmenden am Vormittag einen theoretischen Einstieg in verschiedene Moderationstechniken. Sie lernten den Leitfaden für die Dialogrunden kennen und erarbeiteten selbst Fragen für die unterschiedlichen Gesprächsphasen. Am Nachmittag folgten simulierte Dialogrunden, in denen alle Teilnehmenden die Rolle der Moderation einnahmen und verschiedene Gesprächssituationen – auch mit extremen Perspektiven und Meinungen – üben konnten. Ziel war es, die angehenden Moderierenden bestmöglich auf reale und herausfordernde Gesprächsrunden vorzubereiten.
Am Nachmittag folgten simulierte Dialogrunden, in denen alle Teilnehmenden die Rolle der Moderation einnahmen und unterschiedliche Gesprächssituationen mit vielfältigen Perspektiven und Meinungen erproben konnten. Ziel war es, die angehenden Moderierenden praxisnah auf reale Gesprächssituationen vorzubereiten und ihnen Sicherheit im Umgang mit verschiedenen Dynamiken zu geben.
Mit der fünften Schulung hat das Projekt „Lass mal reden!“ nun 49 Moderierende ausgebildet. Die jungen Engagierten gehen mit viel Engagement und Interesse an die Aufgabe heran. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für den respektvollen Austausch mit Jugendgruppen in Hessen. Die nächste Moderationsschulung ist für November 2026 geplant.
Landesweites Projekt bildet Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Medienkompetenzvermittlung älterer Menschen aus

Die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ als Koordinierungsstelle für das Projekt „Digital im Alter – Di@-Lotsen“ und die Medienanstalt Hessen freuen sich bekannt zu geben, dass die Ausbildung von interessierten Personen für die Vermittlung von Medienkompetenz an ältere Menschen künftig in Kooperation mit der Medienanstalt Hessen und vom Büro für Medienbildung (BfM) durchgeführt wird. Der erste Block der Basisschulung für angehende Di@-Lotsinnen und -Lotsen startet im Mai.
Um allen Engagierten hessenweit die gleichen Voraussetzungen zu ermöglichen und Grundlagenwissen zu vermitteln, wird seit 2021 mehrmals im Jahr eine digitale Basisschulung angeboten. Darin werden theoretische Kenntnisse und praktische Fähigkeiten in den Bereichen Technik und Didaktik vermittelt, die für die lokalen Unterstützungsangebote der Di@-Lotsinnen und -Lotsen relevant sind.
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der hessischen Landesmedienanstalt und dem Büro für Medienbildung wird das Schulungsangebot durch neue Lernmethoden in Form eines Fachportals erweitert. Neben themenbezogenen Einheiten, die mit allen Teilnehmenden in der Basisschulung behandelt werden, können sich die Engagierten auf dem Portal zu verschiedenen medienpädagogischen Einheiten weiterbilden. Die Di@-Lotsinnen und -Lotsen profitieren dabei von praxiserprobten Inhalten und individuellen Lernpfaden.
Derzeit engagieren sich mehr als 600 geschulte Personen im Di@-Lotsen-Projekt. Durch zusätzliche Stützpunkte und das aktualisierte Schulungsangebot soll das Projekt weiter in die Fläche getragen werden, so dass mehr ältere Menschen in Hessen Unterstützung im Umgang mit Smartphone, Tablet und Co. erfahren können.
Weitere Informationen zu dem Projekt sind unter https://miteinander-in-hessen.de/projekte/di-lotsen/start/ abrufbar.
Veröffentlichung des neuen Werbeclips „Der magische Bürgerbus“

Ein neugieriger Dorfbewohner, ein verlassener Bus – und ein Hauch von Magie: Mit dem neuen Werbeclip „Der magische Bürgerbus“ veröffentlicht die Landesstiftung Miteinander in Hessen einen Film, der die ehrenamtliche Arbeit der Bürgerbusinitiativen authentisch in Szene setzt. Der Bürgerbus wird dabei zum Symbol für Mobilität, Zusammenhalt und Lebensqualität im ländlichen Raum. Die Langversion des Films ist ab sofort auf der Mitmach-Webseite www.buergerbus.info verfügbar.
Der Spot ergänzt die im vergangenen Jahr gestartete Kampagne „Dankbarkeit erFAHREN – Freude teilen“, mit der das Land Hessen das Engagement der Bürgerbusinitiativen sichtbarer macht und sie dabei unterstützt, neue Fahrerinnen und Fahrer zu gewinnen.
„Bürgerbusse sind eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden Mobilitätsangeboten und leisten einen bedeutenden Beitrag für die Lebensqualität in unseren ländlichen Regionen“, erklärte der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für den ländlichen Raum, Knut John. „Der Film zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll das ehrenamtliche Engagement für das Leben im ländlichen Raum ist.“
„Mit dem ‚Magischen Bürgerbus‘ wollen wir die Initiativen dabei unterstützen, Aufmerksamkeit zu gewinnen und weitere Engagierte anzusprechen“, sagte Lisa Deißler, geschäftsführende Vorständin der Landesstiftung Miteinander in Hessen. „Der Film macht spürbar, dass Bürgerbusse weit mehr sind als reine Fortbewegungsmittel: Sie verbinden Menschen.“
Der Werbeclip im Kino
Die Kurzversion des Werbeclips ist vom 11. Dezember 2025 bis 14. Januar 2026 in folgende 22 hessischen Kinos zu sehen.
- Alsfeld: KC Alsfeld – Saal Bambi, Saal Neues Filmth.
- Bad Hersfeld: KC B. Hersfeld – Saal Roxy, Saal Savoy
- Bad Homburg: Kinopolis – Saal 03, Saal 07
- Baunatal: Cineplex – Saal 01, Saal 06
- Büdingen: Novum – Saal 01, Saal 02
- Butzbach: Kino Butzbach – Saal Capitol
- Eschwege: Cinemagic Corso – Saal A
- Fritzlar: Cineplex Saal – 01, Saal 02, Saal 03
- Fulda: CineStar – Saal 05
- Gießen: Kinopolis Saal 05, Saal 06
- Grünberg: Kino Grünberg – Saal Apollo
- Kassel: Filmladen
- Kassel: Gloria Palast
- Korbach: Cine-K Saal 01, Saal 02
- Lich: Kino Traumstern
- Marburg: Capitol KC – Saal Capitol
- Nidda: Lumos Center – Saal 01, Saal 02, Saal 03
- Nidderau: Luxor Filmpalast – Saal Blue, Saal Green, Saal Red
- Schwalmstadt: Burg Theater
- Weilburg: Delphi Saal 01, Saal 02
- Willingen: Studio Saal
- Wolfhagen: Cinema Filmtheater
Eine besondere Rolle bei der Entstehung des Films spielte die Bürgerbusinitiative Zierenberg, die das Filmteam mit dem eigenen Bürgerbus sowie drei ehrenamtlichen Mitwirkenden unterstützte.
Unterstützung der Bürgerbusinitiativen durch das Land
In Hessen ergänzen insgesamt rund 170 Bürgerbusse den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Insbesondere verbinden sie kleine Ortsteile mit den Kernorten. Damit tragen sie erheblich zur Lebensqualität bei. Betrieben werden sie in der Regel von Kommunen und Vereinen. Am Steuer sitzen ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger. Hessen unterstützt solche Initiativen seit dem Jahr 2019 mit der kostenfreien Bereitstellung von insgesamt 125 Fahrzeugen. Die zentrale Beschaffung der Fahrzeuge und der notwendigen Ladepunkte erfolgt durch das Land Hessen.
Die in den letzten Jahren eingesetzten Elektrofahrzeuge eignen sich besonders für den Einsatz auf kurzen Strecken mit häufigen Halten, die für Bürgerbusse typisch sind. Darüber hinaus haben Sie einen hohen Fahrkomfort und leisten zudem noch einen Beitrag zum Klimaschutz. Die Landesregierung stellt nicht nur Fahrzeuge zur Verfügung, sondern unterstützt die ehrenamtlichen Initiativen auch fachlich beim Betrieb der Fahrzeuge. Dabei arbeitet das Verkehrsministerium mit der Landesstiftung Miteinander-in-Hessen und dem Fachzentrum Mobilität im ländlichen Raum zusammen.
Alle Informationen zu den Bürgerbussen in Hessen sind unter https://bürgerbus.info/ zusammengestellt.
#WärmeSpenden – Kampagne für obdachlose Menschen geht in die nächste Runde
Die erfolgreiche Hilfsaktion #WärmeSpenden startet in die Wintersaison 2025/26.

Die erfolgreiche Hilfsaktion #WärmeSpenden startet in die Wintersaison 2025/26. Bereits zum
achten Mal rufen die Diakonie Hessen und die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ dazu auf, Menschen ohne festen Wohnsitz durch gezielte Spenden zu unterstützen. Die Kampagne steht erneut unter dem Motto: „Auf der Straße kann ein Schlafsack Leben retten.“ In der vergangenen Saison 2024/25 konnte durch das Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen aus der Region ein Rekordwert erzielt werden. „87.000 Euro sind beim letzten Mal gesammelt worden. Das zeigt, wie groß die Solidarität in Hessen ist – trotz aller gegenteiliger Behauptungen. Mit den Spenden wurden unter anderem über 800 wetterfeste Schlafsäcke, mehr als 300 Isomatten, warme Kleidung und Zelte finanziert, die über die Mitgliedseinrichtungen der Diakonie Hessen direkt an Bedürftige verteilt wurden“, so Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen.
Bürgerschaftliches Engagement als Herzstück
Die Kampagne lebt vom freiwilligen Engagement der hessischen Mitbürgerinnen. Ob durch Spenden oder das Teilen der Aktion in sozialen Medien – jede Form der Beteiligung zählt. „#WärmeSpenden verbindet Menschen, Institutionen und Unternehmen in einem gemeinsamen Ziel: Solidarität zeigen und konkret helfen. Wir freuen uns sehr, dass auch in diesem Jahr wieder so viele Partner und Botschafterinnen die Aktion unterstützen“, erläutert Lisa Deißler, Geschäftsführende Vorständin der
Landesstiftung.
Starke Partner und prominente Unterstützung
Die Kampagne wird auch in dieser Saison von starken Partnern wie LOTTO Hessen, Mainova und
HIT RADIO FFH unterstützt. Darüber hinaus engagieren sich auf Großflächenplakaten in ganz
Hessen auch wieder zahlreiche prominente Persönlichkeiten als offizielle Botschafter*innen für
WärmeSpenden. Mit dabei sind dieses Mal:
- Nia Künzer, Fußballweltmeisterin und DFB-Sportdirektorin,
Seite 1 von 2• Rudi Völler, Fußballweltmeister und DFB-Sportdirektor, - Nele Neuhaus, Bestsellerautorin,
- Mathias Beck, Präsident Eintracht Frankfurt,
- Julia Nestle, HIT RADIO FFH-Moderatorin,
- Nicolai Friedrich, Mentalist und Magier,
- PENG, Graffiti-Künstler aus Frankfurt am Main.
Sie alle setzen sich öffentlich für die Aktion ein und rufen zur Mithilfe auf. Ihr Engagement trägt
maßgeblich dazu bei, die Aufmerksamkeit für die Lebensrealität wohnungsloser Menschen zu
erhöhen und direkte Hilfe zu ermöglichen.
Spendenpakete für konkrete Hilfe
Auch in der Saison 2025/26 können Unterstützer*innen aus verschiedenen Spendenpaketen wählen
– von der „wärmenden Mahlzeit“ bis zum „wärmenden Schlafsack“. Für jedes Paket gibt es ein
Spendenzertifikat, das sich auch als Geschenk zu Weihnachten eignet.
Jetzt mitmachen und ein Zeichen setzen
Die Initiatoren laden alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Organisationen ein, sich zu
beteiligen. Gemeinsam möchte man ein starkes Zeichen gegen soziale Kälte setzen und Menschen
in Not helfen.
Weitere Informationen zur Kampagne und zu Spendenmöglichkeiten und zu Angeboten der
Wohnungsnotfallhilfe in der Diakonie Hessen finden sie unter: www.wärmespenden.de

Am Donnerstag, den 30. Oktober 2025, fand in der Hessischen Staatskanzlei in
Wiesbaden die Abschlussveranstaltung des Modellprojekts „Gemeinsam
verein.fachen – Entbürokratisierung im Ehrenamt“ statt. Das Projekt wurde im Rahmen
des Sofort-Programms „11+1 für Hessen“ der Hessischen Landesregierung gefördert
und von der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ in Kooperation mit der Deutschen
Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) umgesetzt.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Übergabe des Abschlussberichts an die
Hessische Staatskanzlei. Der Bericht fasst die Ergebnisse und Empfehlungen aus zwei
Jahren intensiver Zusammenarbeit mit ehrenamtlich geführten Vereinen in den
Modellregionen Limburg-Weilburg und Vogelsbergkreis zusammen. Ziel des Projekts
war es, bürokratische Belastungen im Ehrenamt sichtbar zu machen und gemeinsam
mit Engagierten praxisnahe Entlastungen zu entwickeln.
Auch Herr Quednau von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt
(DSEE) nahm an der Veranstaltung teil. Er hob hervor, dass die Kooperation der DSEE
das Projekt erst ermöglicht habe: „verein.fachen ist ein Beispiel dafür, wie Bund, Land,
Stiftung und Zivilgesellschaft Hand in Hand arbeiten können – mit unmittelbarem
Nutzen für das Ehrenamt.“
In ihrer Begrüßung dankte Lisa Deißler, geschäftsführende Vorständin der
Landesstiftung „Miteinander in Hessen“, allen Teilnehmenden und
Partnerinstitutionen: „Das Ehrenamt ist die soziale Infrastruktur unseres Landes. Damit
es lebendig bleibt, müssen wir Bürokratie abbauen und Unterstützung stärken –
strukturell, digital und menschlich.“
Im Rahmen eines Panels berichteten Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten
Vereine über ihre Erfahrungen und die zentralen Erkenntnisse aus dem Projekt.
Deutlich wurde: Bürokratieabbau gelingt nur, wenn Vereine, Verwaltung und Politik
gemeinsam an Lösungen arbeiten. Ein Beispiel dafür ist der im Projekt entwickelte
GPT-basierte Chatbot, der praxisnahe Unterstützung für Vereine bietet.
Mit dem Projekt verein.fachen wurde ein wichtiger Beitrag geleistet, um das
Engagement in Hessen zu stärken und die Arbeit der Ehrenamtlichen dauerhaft zu
erleichtern.

Am 3. September 2025 fand in Zusammenarbeit mit dem Bürgerinstitut Frankfurt
erstmals ein Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern der elften Klasse der
Schule am Ried und ehrenamtlich engagierten Seniorinnen und Senioren statt. Damit
wurde das Projekt „Lass mal reden“, das bisher nur den Dialog mit Jugendlichen und
jungen Erwachsenen führte, um ein Aufeinandertreffen und Austauschen zwischen
den Generationen erweitert.
Grundlage des 90-minütigen Gesprächs waren Themen, die zuvor in getrennten Run-
den vorbereitet wurden. Zu Beginn diskutierten die Teilnehmenden, was ein „Mitei-
nander der Generationen“ für sie bedeutet. Dabei wurde betont, dass es heute we-
niger Begegnungsorte zwischen Jung und Alt gäbe. Als verbindendes Element nannten
viele die Familie, insbesondere das gemeinsame Abendessen – ein Ritual, das zwar
geschätzt werde, aber nicht mehr die Selbstverständlichkeit früherer Zeiten hätte.
Ein zentrales Thema des Austauschs war die Kommunikation im digitalen Zeitalter.
Ältere Teilnehmende äußerten die Sorge, dass Sprache und Gesprächskultur unter
Sozialen Medien leiden könnten. Jüngere bezeichneten den Wandel der Sprache hin-
gegen als natürlichen Prozess. Einigkeit bestand darin, dass Soziale Medien das Mit-
einander beeinflussen würden. Die Senioren und Seniorinnen betonten die Notwen-
digkeit, offen für digitale Technologien zu bleiben, während die Schülerinnen und
Schüler hervorhoben, dass dabei Unterstützung gefragt sei und die jüngere Genera-
tion dafür Verantwortung tragen müsse. Auch gesellschaftliche Herausforderungen
wurden angesprochen: die Zunahme von Hass, Rassismus und Homophobie in sozialen
Medien, die Gefahr einfacher Parolen für Jugendliche und die Rückkehr traditioneller
Rollenbilder. Als Antwort darauf sammelten die Gruppen Ideen für ein gelingendes
Miteinander, darunter Kochkurse, Bingo-Abende, kreative Projekte, Begegnungsfeste
oder gemeinsame Demonstrationen.
Besonders eindrücklich schilderte einer der beiden Moderatoren den Verlauf: „Der
Generationenaustausch ist mir vor allem als ein interessierter Dialog auf Augenhöhe
in Erinnerung geblieben. Obwohl zwischen den Teilnehmenden erhebliche Altersdif-
ferenzen bestanden, hatten beide Seiten großes Interesse am Blickwinkel und den
Erfahrungen der anderen Generation.“
Nach diesem Auftakt plant die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ weitere Ge-
nerationendialoge. In geschütztem Rahmen können Teilnehmende ihre Erfahrungen
und Wünsche einbringen. Moderiert von jungen Gesprächsleitern zeigte sich auch in
diesem Format, dass jede Stimme zählt und unterschiedliche Perspektiven gleichbe-
rechtigt nebeneinanderstehen können.