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Miteinander in Hessen

Bürokratie und Engagement: Das diesjährige BBE Länderforum

Am 16. und 17. September 2025 fand in der Vertretung des Landes Hessen beim Bund in Berlin das diesjährige BBE-Länderforum statt. Unter dem Titel „Bürokratie und Engagement: Zwischen notwendiger Ordnung und entbehrlicher Last?“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, wie bürokratische Vorgaben sinnvoll gestaltet werden können, ohne freiwilliges Engagement unnötig zu erschweren.

Nach Impulsen zu bundesweiten Entwicklungen und den Ansätzen verschiedener Länder stand am zweiten Veranstaltungstag ein „Schaufenster ins Land Hessen“ auf dem Programm. Hier durfte die Landesstiftung Miteinander in Hessen das Modellprojekt „Verein.fachen“ vorstellen. Neben uns präsentierten auch die LAGFA Hessen und die LandesEhrenamtsagentur aktuelle Initiativen zum Thema Bürokratieabbau im Ehrenamt.

Mit unserem Beitrag konnten wir zeigen, wie „Verein.fachen“ bürokratische Belastungen im Ehrenamt sichtbar macht, gemeinsam mit Vereinen praxisnah analysiert und konkrete Lösungen entwickelt. Im Mittelpunkt stehen regionale Kompetenznetzwerke, die sich in monatlichen Stammtischen treffen, digitale Werkzeuge nutzen und durch ein Qualifizierungsbudget individuell gestärkt werden. Besonders großes Interesse fanden unsere innovativen Ansätze, wie etwa die Entwicklung eines KI-gestützten Chatbots, der Vereinen schnell und verständlich Antworten auf Alltagsfragen liefert.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden machten deutlich, dass viele der von hessischen Vereinen benannten Herausforderungen auch bundesweit eine Rolle spielen: von komplexen Antragsverfahren über fehlende Informationen bis hin zu schwieriger Kommunikation mit Behörden. Gerade deshalb wurde „Verein.fachen“ als spannender Impuls aufgenommen, wie regionale Vernetzung und praxisorientierte Methoden Vereine unmittelbar entlasten können.

Für uns als Landesstiftung war es eine wertvolle Gelegenheit, unsere Erfahrungen einzubringen und die Stimme der hessischen Vereine im bundesweiten Austausch hörbar zu machen. Gleichzeitig konnten wir Impulse anderer Länder und Organisationen mitnehmen, die unsere Arbeit bereichern werden.